Alkosünder: Details zu Coachings wurden konkretisiert.
Verkehrsministerin Doris Bures (S) hat am vergangenen Donnerstag, 16.7.2009, ihre Pläne zu Coachings für Alkosünder und für Autofahrer, die ihre Kinder nicht ordnungsgemäß sichern, genauer definiert und zwei entsprechende Verordnungen zur Begutachtung vorgelegt.
Wer mit 0,8 bis 1,19 Promille erwischt wird, soll künftig vier Stunden absolvieren, die je zur Hälfte von Rettungssanitätern bzw. -ärzten und zur anderen von Psychologen abgehalten werden.
Die Verkehrscoachings für Alkosünder werden sich laut Verkehrsministerium nicht darauf beschränken, Schockbilder zu zeigen und einen Erste Hilfe-Kurs zu absolvieren.
In Gruppen von vier bis zwölf Teilnehmern konfrontieren die Rettungskräfte die Lenker dabei mit den Folgen von Alkounfällen und bringen ihnen die physischen Auswirkungen von Alkohol auf den Organismus nahe.
Im psychologischen Teil soll es eine Auseinandersetzung des eigenen Verhaltens in der Gruppe geben. Dabei werden unter der Leitung von professionell geschulten Psychologen Fallbeispiele erörtert und Alternativen erarbeitet. Dabei werden nicht ausschließlich Verkehrspsychologen zum Zug kommen, erst im Wiederholungsfall halten diese 15-stündige Nachschulungen ab.
100 Euro pro Kurs
Die Kurse sollen 100 Euro kosten, die der Lenker selbst zu tragen hat. Organisiert werden sie von Rettungsorganisationen wie dem Roten Kreuz.
Bures will mit den Coachings das Bewusstsein der Lenker schärfen, dass Alkohol am Steuer kein Kavaliersdelikt ist. Neben den höheren Strafen für Hochrisikolenker ab September gebe es nun erstmals eine bewusstseinsbildende Maßnahme beim ersten Alko-Delikt.






